ca. 10 km nach Karakul (Қарoкул), Tadschikistan / approx. 10 km after Karakul (Қарoкул), Tajikistan

14. September 2010 / September 14, 2010

Mikaels Hinterachse war schon in Chorugh gebrochen, Ersatzteile (wenn möglich Shimano LX) auf dem dortigen Basar nicht erhältlich. Das Fahrrad auf eine Marschrutka oder Lastwagen zu laden war nicht Mikaels Vorstellung – nach einem Jahr unterwegs, direkt am Pamirplateu wurden nun keine halben Sachen angefangen! Mit notdürftig zusammengeflickem Hinterrad schaffte es Mikael über mehrere 4000er Pässe – heute aber sieht es schlecht aus. Die Mechanik hat sich mehr und mehr abgenutzt, immer wieder rutscht die Kette durch. Wir suchen den Straßengraben nach Schrott ab, experimentieren mit Beilagscheiben, Schraubenmuttern, rostigem Draht. Mikael findet schliesslich ein passendes Hartplastikteil das er zwischen Rahmen und Ritzelpacket klemmt. Die Lösung ist wenig zufriedenstellend. Bei Belastung lösen sich immer wieder die Zahnräder von der Nabe, das Hinterrad eiert besorgniserregend, dazu kommt der große Reibungswiderstand. Für Mikael eine frustrierende Fahrt nach Karakul.
Der Ort Karakul am Ostufer des gleichnamigen Sees ist die letzte Siedlung in Tadschikistan. Ein Teehaus serviert Hammelfleisch und Naan. In den zwei Geschäften finden wir keine brauchbaren Lebensmittel, nicht einmal Kondensmilch ist zu kriegen. Die Kaserne der Grenztruppen, das mit Abstand größte Gebäude, erinnert an ein Hotel in den Alpen. Abgesehen von den Rekruten, die am Brunnen ihre Wasserkanister füllen, ist der Ort wie ausgestorben. Eine Lastwagenkolonne fährt durch das Dorf, beladen mit Steinkohle aus Kirgistan. Der Winter steht bevor.
Auf der Suche nach einem Zeltplatz verlassen wir Karakul. Links neben der Straße passieren wir eine Nekropole, faszinierend und schauerlich im Licht der untergehenden Sonne. Schnurgerade zieht sich die Straße am Nordufer des Sees entlang, das Gelände ist exponiert, zum campen schlecht geeignet. Wir verlassen die Straße, schieben unsere Fahrräder zwei Kilometer durch weichen Sand in Richtung Ufer. Ein großer Stein bietet etwas Schutz vor dem Wind. Hier schlagen wir unser Lager auf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karakul_(Tadschikistan)

Mikael managed to cycle several 4000 m passes with a brocken axle but today things look bad: his chain keeps slipping through without transmitting power to his back wheel. We spend hours scanning the road for scrap: rusty washers, bolts, wire, anything that might be useful to fix the problem. Finally Mikael finds a suitable piece of hard black plastic that he jams between the axle and frame – we can ride again.
We pitch our tents on the shores of lake Karakul. The landscape is powerful, diabolic. Huge mountains look down on us.

http://en.wikipedia.org/wiki/Karakul_(Tajikistan)

Der Fuchsbau, unser Unterschlupf am Morgen / camp in the morning

Pamir-Highway / Pamir Highway

Pamir-Highway / Pamir Highway

Doroschnij Master – Straßenmeisterei. Jetzt wissen wir wer für die Knochenbrecherpiste verantwortlich ist!

Dorozhnyi Master – road maintainance. Now we know whom to blame for this rough, washboard-like bone breaker road. Or rather whom to thank that the road is passable!

Pamir-Highway / Pamir Highway

Metallische Berge und Grenzzaun nach China. Mikaels Hinterachse macht ernsthafte Probleme.

Metallic mountains near Karakul. Here Mikael’s axle breaks down.

Karakulsee / lake Karakul

Karakulsee / lake Karakul

Blick zurück in Richtung Akbaital / view back towards Akbaytal

Karakulsee / lake Karakul

Karakulsee / lake Karakul

Straßenkontrolle vor dem Ort Karakul / checkpost in Karakul

Karakulsee / lake Karakul

Ankunft in Karakul (Foto: Mikael Lavorel) / arrival in Karakul (foto: Mikael Lavorel)

Kirgisische Kinder in Karakul / Kyrgyz kids in Karakul

Karakul / Karakul

Flugzeug aus Zigarettenschachtel – ein kirgisischer Junge will es mir verkaufen.

Plane made out of a cigarette box – a kyrgyz boy wants to sell it to me.

Wir finden Hörner eines Wildschafes und machen dämonische Fotos (Foto: Mikael Lavorel) / demon (foto: Mikael Lavorel)

Außerhalb von Karakul / leaving Karakul

Die letzten Tagen waren anstrengend – und kalt!

The last days have been hard and cold!

Camp am Karakulsee (Foto: Mikael Lavorel) / camp on the shore of lake Karakul (foto: Mikael Lavorel)

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