Ayni (Aйни), Tadschikistan / Ayni (Aйни), Tajikistan

17. August 2010 / August 17, 2010

Die Landschaft ist wunderbar vielseitig, ich fahre durch leuchtende Sonnenblumenfelder um Pandschakent bevor die Straße stetig ansteigt und ich tiefer ins Gebirge komme. Zu Mittag kann ich einen entfernten Schneeberg sehen, über 5’000 Meter hoch, ein majestätischer Anblick.
Der Weg nach Ayni ist steinig: große Schlaglöcher und scharfe Steigungen bei praller Sonne lassen mich leiden aber die grandiose Landschaft entschädigt für die Strapazen! Als ich mich am Nachmittag an einer Quelle wasche tritt ein Straßenverkäufer, der selbstgemachtes Yoghurt verkauft, heran und überreicht mir eine handgeschriebene Notiz, eine Nachricht von Martín! Martín hat sie vor zwei Stunden verfasst, wenn ich mich beeile erreiche ich ihn noch vor Sonnenuntergang! Ich fahre weiter, die Straßenverhältnisse aber sind schlecht und kosten mich viel Kraft. Es beginnt dunkel zu werden und ich bin immer noch mehrere Kilometer von Ayni entfernt als plötzlich ein Lastwagen anhält und der Fahrer mir zu verstehen gibt, dass ich zurückfahren soll, auf ein bis zwei Kilometer schätzt er die Distanz. Ich bin perplex, auf meine Frage ob er einen Radfahrer gesehen habe, mit lockigen langen Haaren, kleinwüchsig und mit blauem Hemd antwortet er „Nein“, wiederholt aber gleichzeitig die Aufforderung, ich solle zurückfahren. Widerwillig fahre ich die Strecke zurück, die Landschaft ist trocken und offensichtlich unbewohnt. Nach zwei Kilometern habe ich die Hoffnung aufgegeben als hinter einer Kurve ein kleines Haus mit Apfelbaum erscheint, in der Einfahrt steht eine tadschikische Familie – und Martín!
Die Familie Kodiri verwöhnt uns so richtig: Tee, Naan und Süssigkeiten werden aufgetragen, danach gekochte Kartoffeln aus dem eigenen Garten. Familienoberhaupt Cholow Mulochol diente als Polizeioffizier mehrere Jahre in Kabul während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges, Sohn Nekrus studiert Informatik in Chudschand. Wir verbringen einen geselligen Abend und einmal mehr bin ich froh, dass ich in den Monaten vor meiner Abreise russische Vokabeln gelernt habe.

Today the landscape changes dramatically: from lush sunflower-fields near Panjakent to the snow-capped peaks of the Fan Mountains.

Landschaft bei Pandschakent / landscape near Panjakent

Landschaft bei Pandschakent / landscape near Panjakent

Tadschikisches Paar bei Pandschakent (Photo: Martín Bianculli) / Tajik couple near Panjakent (photo: Martín Bianculli)

Landschaft bei Pandschakent / landscape near Panjakent

Landschaft bei Pandschakent / landscape near Panjakent

Rajon Ayni / rayon Ayni

Landschaft im Rajon Ayni / landscape in the Ayni rayon

Die Straße steigt scharf an und die Straßenverhältnisse sind ruppig. Zu Mittag finde ich eine Wasserquelle mit einem Baum der Schatten spendet, ein idealer Ort zum rasten!

Ideal resting place: cool water and shade!

Straße nach Ayni (Photo: Martín Bianculli) / road to Ayni (photo: Martín Bianculli)

Straße nach Ayni (Photo: Martín Bianculli) / road to Ayni (photo: Martín Bianculli)

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